Demokratie lebt vom Mitmachen
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Mitmachen: Demokratie wächst von unten
Politik in unseren Städten, Gemeinden und Landkreisen betrifft uns alle ganz konkret. Deshalb wollen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ihre Politik gemeinsam mit den Menschen gestalten. Wir sind davon überzeugt, dass die beste Lösung dann gefunden wird, wenn sich die Menschen vor Ort aktiv beteiligen. Aus diesem Grund wollen wir eine demokratische Mitwirkung bei möglichst vielen Entscheidungen ermöglichen. Voraussetzung dafür sind öffentlich geführte Diskussionen und transparente Entscheidungswege. Damit sich auch junge Menschen aktiv in die Kommunalpolitik einmischen können, ist es wichtig, dass Kommunen einen Jugendgemeinderat mit echten Mitgestaltungsrechten einrichten.
Wir haben viel erreicht und noch mehr vor.
Ob es um Familien und Kinder geht, um die Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, den Klimawandel oder die Integration – seit drei Jahrzehnten mischt sich grüne Kommunalpolitik aktiv, konstruktiv, fantasievoll und kritisch ein.
Doch es liegen immer noch viele Herausforderungen vor uns:
Wir kämpfen gegen Umweltverschmutzung, Flächenfraß und Artensterben und setzen uns für eine zukunftsfähige Energiepolitik ein.
Wir wollen lebenswerte Orte schaffen, in denen Jung und Alt, Einheimische und Zugezogene, Menschen mit und ohne Behinderung selbstverständlich zusammen leben.
Wir bekämpfen Armut und wollen gute Bildungschancen für alle Kinder.
Klima und Umwelt schützen
Der Schutz des Klimas und der Umwelt ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Wenn alle ihren Teil dazu beitragen, profitieren wir selbst am meisten davon. Wir können bereits heute unseren Bedarf an Energie aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse decken, wenn wir sie sparsam und effizient einsetzen. Die Kommune muss mit gutem Beispiel vorangehen und Amtsräume, Schulen und Kindergärten sowie andere städtische Gebäude sanieren. Außerdem muss der großzügige Flächenverbrauch ein Ende haben; neue Bauvorhaben sollten deshalb wo immer möglich innerhalb von Ortschaften und nach dem aktuellen Stand der Energietechnik realisiert werden. Das schont übrigens nicht nur die Umwelt, sondern verschafft Handwerk und Mittelstand volle Auftragsbücher und spart der öffentlichen Hand langfristig Geld.
Umweltfreundliche Mobilität
Wir sind eine mobile Gesellschaft und ständig unterwegs. Damit unsere Umgebung nicht vorwiegend durch Unfallgefahren, Lärm, Abgase und Parkplätze geprägt wird, brauchen wir attraktive Wege für Menschen, die mit dem Fahrrad, zu Fuß, mit dem Kinderwagen oder dem Rollstuhl unterwegs sind. Der örtliche Bus- und Bahnverkehr muss so gut ausgebaut werden, dass er eine echte Alternative zum Autofahren ist und entsprechend genutzt wird.
Jung und Alt gemeinsam - lebenswertes Wohnen für alle
Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Spielen, Lernen und Erholen – all das muss für uns alle auf möglichst kurzen Wegen erreichbar sein. Wir setzen uns dafür ein, geeigneten Wohnraum für jede Altersgruppe, für jede Form des Zusammenlebens und für jeden Geldbeutel zur Verfügung zu stellen. Wenn die Voraussetzungen stimmen und mit Unterstützung durch Jüngere können auch ältere Menschen lange in ihrem vertrauen Wohngebiet bleiben. Wir wollen, dass Menschen, die mit Behinderungen leben müssen, nicht aus dem öffentlichen Leben verdrängt werden, sondern ihren Platz unter uns einnehmen können. Dazu müssen Barrieren sowohl in den Köpfen als auch in Gebäuden oder auf Straßen und Plätzen abgebaut werden.
Keine Ausgrenzung durch Armut
Niemand darf an den Rand gedrängt werden. Landkreise und Gemeinden können Menschen mit geringen Einkommen gezielt unterstützen, damit sie am Leben in ihrer Gemeinde teilnehmen können. Ein unverzichtbarer Knoten im Sozialen Netz ist die Förderung von Initiativen, Selbsthilfegruppen und Vereinen, die auf verlässliche finanzielle Zuschüsse für ihre Arbeit angewiesen sind.
Gute Bildung für alle in der kinderfreundlichen Kommune
Kinder haben das Recht auf einen guten Start ins Leben. Dazu gehören auch eine gesunde Ernährung und altersgerechte Spielmöglichkeiten und Treffpunkte. Hochwertige und flexible Betreuungsangebote für alle Altersklassen sowie eine gute Sprachförderung bereits im Kindergarten schaffen die Voraussetzungen auch für eine spätere erfolgreiche Schullaufbahn – und verbessern gleichzeitig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der ganzen Familie.
Eine gute Schulbildung öffnet die Türen für ein erfolgreiches Berufs- und Familienleben. In der „Schule der Zukunft“ werden Bildungsnachteile durch längeres gemeinsames Lernen und eine individuelle Förderung der Stärken und Schwächen abgebaut.
Miteinander leben, voneinander lernen
Wir erleben den Austausch und den Dialog zwischen den Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen als Bereicherung und wollen ein weltoffenes und tolerantes Zusammenleben in unseren Gemeinden. Wer hier lebt, muss auch politisch mitbestimmen können. Deshalb wollen wir, dass auch nicht EU-BürgerInnen in den Kommunen wählen dürfen. Solange wir dies nicht erreicht haben, treten wir für die politische Mitwirkung von Vertretungsgremien von Migrantinnen und Migranten ein.
Frauen und Männer gleichberechtigt
Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gleichberechtigt sind. Hier gibt es immer noch Nachholbedarf. Kommunalpolitische Entscheidungen müssen deshalb die jeweilige Lebenssituation, Interessen und Bedürfnisse beider Geschlechter berücksichtigen. Außerdem brauchen wir mehr Frauen in der Kommunalpolitik und stellen deshalb die Hälfte der Plätze auf unseren Wahllisten für sie zur Verfügung. Wir setzen uns darüber hinaus dafür ein, dass immer mehr Frauen auch Führungsverantwortung in kommunalen Gremien und Einrichtungen übernehmen.
Europapolitik ist auch Kommunalpolitik
Starke Grüne in den Kommunen - starke Grüne in Europa: Wir setzen uns auf europäischer Ebene auch dafür ein, dass beispielsweise die Wasserversorgung in kommunaler Hand bleibt und nicht etwa an Private verkauft wird. Vertrauen in die Politik und Demokratie hängt auch davon ab, dass die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern und Dienstleistungen für alle jederzeit zugänglich bleibt.








